Die klassische Reitkunst von Alois Podhajsky

Wenn es einen Klassiker der Reitlehre gibt ist es wohl Podhajsky. Trotz der Tatsache, dass das Buch schon einige Jährchen auf dem Buckel hat, ist es in weiten Teilen immer noch aktuell. Besonders interessant sind vor allem die Teile II bis IV. Zunächst definiert Podhajsky die aus seiner Sicht wichtigsten Begriffe der Reitkunst, welche essentiell sind um die klassische Reitlehre zu verstehen. Besonders interessant ist es hier die Entwicklung so mancher Fachbegriffe nachzuvollziehen, was es deutlich leichter macht unterschiedliche Verständnisse von Reitkunst nachzuvollziehen.

Besonders, wenn man betrachtet zu welcher Zeit das Buch entstanden ist, sind viele Erkenntnisse schon unglaublich fortschrittlich. Zum Beispiel definiert er die 3 wichtigsten Grundlagen zur erfolgreichen Ausbildung eines Reiters als „1. Das geistige Erfassen des tieferen Sinnes jedes Reiters. 2. Das Erlangen des richtigen Gefühls. 3. Das Erwerben der körperlichen Geschicklichkeit zur praktischen Ausführung des Reitens.“.

Auch in der Ausbildung des Pferdes finden sich viele Wahrheiten, die heute oft leider übersehen werden, wie zum Beispiel, dass das Festigen der Grundlagen ganze 2/3 der Gesamtausbildungszeit des Pferdes dauert.

Schlussendlich findet sich eines meiner absoluten Lieblingszitate hier:

„Endergebnis jeder richtigen Arbeit ist es, das Pferd mit unsichtbaren Hilfen zu leiten. Zwei Lebewesen, von denen das eine denkt und das andere diese Gedanken ausführt – beide miteinander verschmolzen: Das ist das Ideal der klassischen Reitkunst.“

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